Leitfaden für akademische Arbeiten

Themenfindung und Vorbereitung

Das Schreiben einer akademischen Arbeit sollte dir so wenig Kopfzerbrechen wie möglich bereiten – wir hoffen, unser Ratgeber hilft dir dabei!

Fragestellung

Ein entscheidender Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit ist die Fragestellung. Diese solltest du bereits bei der Themenfindung bedenken. Denn tatsächlich ist die gesamte akademische Arbeit nichts anderes als die Beantwortung der anfangs aufgeworfenen Frage. Wenn du ein Thema wählst und deine Frage formuliert hast ist es wichtig, dass der Aufbau und der Text einen roten Faden erkennen lassen, um zu einer Antwort zu gelangen. Aber wie entwickelt man überhaupt eine gute Fragestellung?

Entwickeln einer Fragestellung

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du nicht irgendeine Frage nimmst. „Warum wirkt das Wasser im Meer blau?“ Hierbei handelt es sich um eine Frage. Aber ist sie für eine wissenschaftliche Arbeit geeignet? Auch wenn es sehr interessant ist, wie Wassermoleküle mit den Lichtstrahlen interagieren, die roten und grünen Partikel praktisch aufsaugen und die blauen widerspiegeln, so wurde diese Frage schon oft und ausführlich behandelt. Außerdem könnte mit dieser Fragestellung keine wissenschaftliche Arbeit von ausreichender Länge zustande gebracht werden.

Weiterhin muss die Fragestellung einigen Kriterien genügen. Sie darf nicht abstrakt oder rhetorisch sein. Weiterhin solltest du folgendes beachten:

  • Eindeutige Formulierungen verwenden
  • Eine wissenschaftliche Fragestellung nutzen
  • Zweideutigkeiten vermeiden, um Missverständnissen vorzubeugen

Zudem solltest du beim Entwickeln der Fragestellung auch immer schon das Inhaltsverzeichnis planen. Sicherlich können sich im Anschluss noch Kleinigkeiten ändern. Aber die Fragestellung zielt auf ein bestimmtes Ergebnis ab. Und auch wenn dieses vor Beginn der Arbeit noch nicht bekannt sein muss, so sollte der Weg dorthin klar definiert sein. Und dieser führt dich durch die einzelnen Kapitel der akademischen Arbeit. Am Ende der Ausarbeitung muss sich der Kreis schließen. Es wird Bezug auf die Fragestellung genommen und diese beantwortet.

Entspricht die Fragestellung den Kriterien?

Häufig steht die Thematik vor der Fragestellung fest. Wenn du dir jetzt eine Frage überlegst, dann solltest du auch mit einbeziehen, was nicht überprüft werden kann oder soll. So kannst du die Thematik klarer definieren und machst dir keine unnötige Arbeit. Präzision ist ein weiterer Aspekt. Eine Frage kann auf verschiedene Arten gestellt werden, von denen du die Variante wählen solltest, welche am eindeutigsten zu verstehen ist.

Beim Festlegen der Fragestellung hast du als Verfasser meist auch schon eine Antwort im Kopf. Dies ist sogar sehr wichtig, auch wenn diese Antwort bis dahin nur hypothetisch ist. Du bekommst so aber schon einen ersten Eindruck, wie die Frage beantwortet werden könnte. Das erleichtert dir im Anschluss den Weg zum Ziel der Arbeit.

Es gibt jedoch noch einen möglichen Zwischenschritt, um das Inhaltsverzeichnis zu optimieren. Wenn die Fragestellung feststeht, solltest du Hypothesen aufstellen, die du dir als Wegpunkte vorstellen kannst. Sie müssen abgearbeitet werden, bevor die Hauptfrage umfassend geklärt werden kann. Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten. Die Fragestellung kann in einem gewissen Rahmen an das Inhaltsverzeichnis und den Inhalt angepasst werden oder das Inhaltsverzeichnis und der Inhalt werden an die Fragestellung angepasst. Die zweite Variante ist, gerade wenn eine bestimmte Frage behandelt werden soll, vorzuziehen. Beim Erstellen der Texte solltest du die Fragestellung immer im Hinterkopf behalten und durch die Recherche versuchen, sie so umfassend und verständlich wie möglich zu lösen.

In fünf Schritten zur perfekten Fragestellung!

  1. Interpretation der Fragestellung – Wer fragt, der sucht eine Antwort. Diese einfache Grundregel wird während der akademischen Arbeit nur allzu gerne vergessen. Dies bedeutet, dass die Frage zwar am Anfang steht, aber auch beantwortet werden möchte. Dies geschieht konkret im Fazit. Aber der Weg dorthin muss im Hauptteil ersichtlich sein. Das Inhaltsverzeichnis kann auch als Wegweiser zur Beantwortung der Fragestellung verstanden werden.
  2. Warum sollte diese Frage gestellt werden? – Hier kann es ratsam sein, anhand eines Beispiels zu zeigen, warum die Beantwortung sich lohnt. Häufig begründet sich eine Fragestellung aber schon damit, dass noch niemand eine befriedigende Antwort darauf gefunden hat.
  3. Wissenschaftlichkeit – Mit der einfachen Beantwortung der Frage, wie sich Jugendkriminalität verhindern lässt, könnte eine Sammlung von Tipps entstehen. Von einer wissenschaftlichen Vorgehensweise kann aber erst die Rede sein, wenn die naheliegenden Antworten zum weiteren Forschen einladen. Ergebnisse dürfen nicht einfach aufgelistet werden. Sie sollten mit Theorien begründet oder mit empirischen Forschungen unterlegt werden.
  4. Formulierung und Eindeutigkeit – Mit dem Stellen der Frage muss deutlich werden, was zum Schluss beantwortet werden soll. Hier ist eine Spezialisierung des Themas die bessere Wahl, als sich hinter der Allgemeingültigkeit zu verstecken.
  5. Spezialisierung und Arbeitsvolumen – Ein Thema sollte so speziell sein, dass eine genaue Fokussierung gegeben ist. Es muss jedoch vom Arbeitsvolumen und Untersuchungsgegenstand so viel Text hergeben, dass die Anforderungen an die Abschlussarbeit erfüllt werden können.

Beispiele zur Entwicklung der Fragestellung

Häufig hat man eine gute Fragestellung direkt vor der Nase, sieht sie aber trotzdem nicht. Denn im Alltag, vielleicht während des Praktikums oder aus eigenen Erfahrungen können sich häufig die besten, nützlichsten oder sogar wissenschaftlichsten Fragen ergeben.

  • Trends oder Neuerungen – Ist es aktuell in Mode, die englischen Grundbegriffe schon im Kindergarten zu unterrichten, so wäre der Erfolg eine Untersuchung wert. Dies kann anhand eigener Studien bei den Kindern, die in die Schule kommen, untersucht werden. Aber auch auf längere Sicht könnte überprüft werden, ob die Kinder, die mit „Kindergartenenglisch“ gestartet sind, bessere Noten im entsprechenden Schulfach bekamen. Bei Trends oder Neuerungen ist es häufig so, dass noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen. Daher lohnt die Untersuchung.
  • Perspektive ändern – Angenommen, es wurden großflächige Angebote in Form einer Gesprächstherapie eingeführt, um Scheidungen abzuwenden. Diese mögen schon wissenschaftlich untersucht worden sein. Für gewöhnlich werden hier die Eheleute als Grundlage der Untersuchung dienen. Ein Wechsel des Blickwinkels auf die Kinder oder die Therapeuten könnte andere Fragestellungen aufwerfen.

Vergleiche anstellen – In einer Stadt werden pädagogische Angebote für Jugendliche eingeführt. Anhand einer Studie könnten diese auf ihren pädagogischen Nutzen hin untersucht werden. Ein Vergleich kann Stärken und Schwächen aufgreifen und sie mit den allgemeinen Anforderungen ins Verhältnis setzen. Die Fragestellung müsste sich hier auf die entsprechende Stadt und auf das pädagogische Angebot für Jugendliche beziehen.


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