Leitfaden für akademische Arbeiten

Themenfindung und Vorbereitung

Das Schreiben einer akademischen Arbeit sollte dir so wenig Kopfzerbrechen wie möglich bereiten – wir hoffen, unser Ratgeber hilft dir dabei!

Literaturrecherche

Literatur ist der Grundstein jeder Arbeit. Dies gilt für die praktisch angelegten Themen ebenso wie für die theoretischen. Andere Personen haben bereits geforscht und dir damit Informationen geliefert, auf denen du aufbauen kannst. Eine der wichtigsten Voraussetzungen zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ist daher eine umfassende Literaturrecherche.

Ausgangspunkte

Du hast ein umfassendes Thema gewählt und weißt gar nicht, wo du mit dem Recherchieren der Literatur anfangen sollst? Tatsächlich gibt es mehrere Wege, um anzusetzen.

  • Uni-Bibliothek – Dein Thema steht fest. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass in der Uni-Bibliothek Bücher vorhanden sind, welche sich mit deiner Fragestellung befassen oder zumindest einen Teilbereich davon abdecken. Diese solltest du dir sichern! Ist die Zeit zum Ausleihen begrenzt, kopiere einfach die wichtigen Kapitel oder Abschnitte. Mittlerweile gibt es auch recht viele Bücher für Studenten im Netz - zum Beispiel von Springer. Weitere Infos bietet hier im Zweifel deine Uni-Bibliothek.
  • Internet – Das Internet wird als unzuverlässige Quelle betrachtet. Dies ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber für die Literaturrecherche ist es bestens geeignet. Bücher können ausfindig gemacht werden. Gut geeignet sind dafür Portale, wie Amazon oder Google Books. Dort werden die Titel häufig samt Inhaltsverzeichnis und Inhaltsangabe vorgestellt. Du kannst dir also einen Eindruck über die Themen verschaffen und sehen, ob diese mit deiner Fragestellung kompatibel sind.
  • Betreuer – Diese Möglichkeit solltest du nur wählen, wenn die ersten beiden Methoden nicht genug Ergebnisse liefern. Die meisten Betreuer sind sicherlich um einen nützlichen Tipp nicht verlegen. Du solltest zu diesem Zeitpunkt aber schon aufzeigen können, was du alles versucht hast, um entsprechende Literatur zu finden.

Deine ersten Quellen solltest du nun beisammenhaben. Aber wenn du dir professionell erstellte Bücher oder Facharbeiten anschaust, so sind dort häufig Quellen in dreistelliger Anzahl aufgeführt. Daher zeigen wir als nächstes, wie du deine Literatur noch erweitern kannst.

Wie kann weitere Literatur recherchiert werden?

Du hast dir mit den obigen Methoden bereits eine gute Basis geschaffen. Anhand der ersten Recherche kann die Anzahl an Literatur nochmals beträchtlich erweitert werden. Es gibt aber noch einige alternative Methoden, wie du mehr Bücher, Fachartikel und Dissertationen finden kannst.

  • Literaturverzeichnis – Du musst in deiner wissenschaftlichen Arbeit selbst ein solches Verzeichnis erstellen. So kann der Prüfer deine Arbeit nachvollziehen. Aber auch Leser können anhand dessen weitere Literatur recherchieren. Dies solltest du ebenfalls machen. Die Bücher, welche du bereits ausgeliehen oder im Internet bestellt hast, verfügen über ein Literaturverzeichnis. Die dort aufgeführten Titel solltest du durchgehen.
  • Englische Literatur – Eigentlich müsste es fremdsprachige Literatur heißen. Aber da Englisch die gängigste Fremdsprache in Deutschland ist, ist das die gängigste Wahl. Schlüsselbegriffe bei der Büchersuche im Web auf Englisch einzugeben, eröffnet dir neue Wege. Zudem sind einige Professoren durchaus davon angetan, wenn die Suche auf diese Art und Weise erweitert wurde.
  • Google Scholar – Der Suchgigant bietet mit Google Scholar eine Suche, welche sich explizit auf wissenschaftliche Titel bezieht. Bücher, Zeitschriftenartikel, Dissertationen und weitere Ausarbeitungen können dort gefunden werden. Auch hier solltest du nicht nur dein Hauptthema eintippen, sondern auch verwandte Themen oder Kapitelüberschriften einbeziehen.
  • Dissertationen – An der eigenen Universität gibt es für gewöhnlich einen Ort, wo die Abschlussarbeiten ehemaliger Studenten aufbewahrt werden. Dort kannst du ebenfalls nach Material forschen. Aus Dissertationen kannst du ebenso zitieren, wie aus jedem wissenschaftlichen Buch. Andere Abschlussarbeiten wie Bachelor- oder Masterarbeiten dürfen nicht zitiert werden. Trotzdem kann es hilfreich sein, in diesen nach Primärquellen zu suchen.
  • Wissenschaftliche Zeitschriften – Diese können auch als Anregung zu Themen dienen. Grundsätzlich sind Artikel aus diesen Werken zitierfähig. Denn um in einer solchen Zeitschrift veröffentlicht zu werden, müssen strenge Begutachtungsrichtlinien überstanden werden. Daher haben Zeitschriften, Journals und wissenschaftliche Zeitungen für die Recherche von Literatur einen hohen Stellenwert. Schau am Besten in Onlinedatenbanken wie Ebsco und Jstor. Fast jede Universität oder Hochschule besitzt einen Zugang zu diesen oder ähnlichen Datenbanken.
  • Bibliothek – In der Uni-Bibliothek warst du bereits. Wie sieht es aber mit der Stadt-Bibliothek aus? Dort sind vielleicht andere Bücher im Bestand, die für deine Arbeit hilfreich sein können.
  • Autorensuche – Bestimmte Autoren spezialisieren sich auf ihren Fachbereich. Daher kann es sich lohnen, nach Publikationen von Autoren zu suchen. Häufig lassen sich aktuelle wissenschaftliche Artikel von einem Autor finden, der vor mehreren Jahren ein Buch verfasst hat. So bleiben die Quellen deiner Ausarbeitung aktuell.

Wenn du diese Tipps befolgt hast, sollte die Literatur ausreichend bestückt sein, damit du ein umfassendes und qualitativ hochwertiges Werk anfertigen kannst.

Das Thema mit Literatur schärfen und erweitern

Bei der Literaturrecherche gibt es drei Schritte, die du befolgen solltest. Was ist schon vor dem Recherchieren zu beachten? Wie kann das Thema während der Recherche erweitert und geschärft werden? Und wie sind die vielen Informationen nach der Sammlung von Literatur zu ordnen? Die nachfolgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über den Ablauf.

  • Vor der Recherche – das Thema sollte vor dem Recherchieren stehen. Ein Themenplan und die Gliederung sind vorhanden. Der grobe Ablauf und der rote Faden sind in ihren Grundzügen durchdacht.
  • Während der Recherche – es werden neue Informationen erhoben. Diese können, falls passend, noch in den Inhalt eingefügt werden. Es ist jedoch wichtig, sich auf den Kern zu konzentrieren und keine unnötigen Inhalte aufzunehmen. Verzeichnisse und Fragestellung müssen vielleicht angepasst werden.
  • Nach der Recherche – alle Informationen sind vorhanden? Die Recherche der Literatur ist abgeschlossen? Dann erfolgt jetzt eine Ordnung. Notizen helfen dabei, die entsprechenden Passagen schnell aufzufinden. Argumente müssen auf die Problemstellung angewandt gewichtet werden.

Nach dieser Übersicht kann die eigentliche Arbeit beginnen!

Nach der Recherche ist vor der Recherche

Du weißt, welche Bücher du benötigst? Wunderbar! Aber wo bekommst du diese her? Hier gibt es ebenfalls mehrere Wege.

  • Uni-Bibliothek – Das Ausleihen in der Bibliothek ist der einfachste Weg. Wie bereits beschrieben können wichtige Informationen kopiert oder Kapitel eingescannt werden, falls die Ausleihfristen nicht ausreichen. Auch Dissertationen ehemaliger Studenten sind meist in der Bibliothek zu finden.
  • Stadt-Bibliothek – Eine weitere Bibliothek mit nützlichen Büchern. Diese Literatur kann zumeist gegen einen geringen Betrag ausgeliehen werden.
  • Zeitschriften kaufen – Du hast Zeitschriften mit wissenschaftlichen Artikeln gefunden, die online nicht eingesehen werden können? Diese Publikationen solltest du erwerben. Dies erleichtert das Arbeiten und bietet häufig neue Erkenntnisse.
  • Fernleihe – In der Uni-Bibliothek sind einige Bücher nicht vorhanden? Heutzutage sind die Unis untereinander vernetzt. Über ein Suchsystem kannst du überprüfen, ob das Buch in einer anderen Hochschule vorrätig ist. In diesem Fall kann das Buch per Fernleihe ausgeliehen werden.
  • Kaufen – Bücher können nicht nur geliehen, sondern auch erworben werden. Wer in dem Bereich seiner Abschlussarbeit auch später arbeiten möchte, profitiert vielleicht sogar langfristig von der Literatur. Ansonsten können sicherlich die meisten Werke geliehen werden und es müssen nur wenige gekauft werden. Es lohnt sich außerdem, nach gebrauchten Ausgaben Ausschau zu halten. Diese werden häufig deutlich unter dem ursprünglichen Preis angeboten.

Die recherchierte Literatur systematisieren

Nicht selten liegen jetzt 100 oder mehr recherchierte Quellen in deinem Zimmer. Eine stattliche Sammlung, die aber auch abschreckend wirken kann. Wie soll dieses geballte Wissen zu etwas Neuem geformt werden? Ganz einfach: Mit System!

  1. Anlesen – Die Bücher und Zeitschriften solltest du zunächst grob angelesen. Wirf einen Blick in das Inhaltsverzeichnis und verschaff dir einen Überblick über die wichtigen Kapitel.
  2. Zuordnung – Das Inhaltsverzeichnis deiner Arbeit sollte bereits feststehen. Daher können die Werke jetzt bestimmten Abschnitten zugeordnet werden. Dazu kannst du mehrere Stapel bilden. Können Werke mehreren Unterpunkten zugeordnet werden, so ist dies einmal auf einem Post-It auf dem Buch, aber auch auf einem gesonderten Notizzettel zu vermerken.
  3. Überblick – Jetzt sind es pro Unterpunkt nur noch wenige Bücher, die wichtige Informationen entlang des Roten Fadens enthalten. Hier müssen die entsprechenden Kapitel gelesen werden. Mach dir Notizen und hefte an entscheidenden Stellen in der Literatur erneut Post-Its.
  4. Bearbeitung – Auf diese Art und Weise kann jetzt Kapitel für Kapitel bearbeitet werden. Dabei solltest du das eigentliche Thema, die Frage- und Problemstellung niemals aus den Augen verlieren. Die Einleitung kann zu Beginn auch übersprungen und zusammen mit dem Fazit zum Ende hin verfasst werden.

Wenn der erste Schreibfluss erreicht ist, hat sich der vorherige Aufwand gelohnt. Wichtig ist noch, dass du die Literatur gut abspeicherst, sonst entsteht früher oder später Chaos! Hierfür eignet sich zum Beispiel Citavi hervorragend, dass in der Regel für Studenten kostenlos ist. Citavi ist ein Programm, welches den gesamten Arbeitsprozess einer wissenschaftlichen Arbeit unterstützt, vor allem aber sehr hilfreich zur Sammlung der Quellen und der anschließenden Erstellung des Quellenverzeichnisses ist.

Gefahren der Literaturrecherche – Internetquellen

Auch aus Internetquellen dürfen kleine Teile als Zitat entnommen werden. Hierbei musst du dir jedoch gewisser Gefahren bewusst sein. Im Gegensatz zum Printmedium können bei dieser Literatur nachträgliche Änderungen vorgenommen werden. Zudem ist es möglich, dass eine Quelle zeitweise oder gar nicht mehr zu erreichen ist. In diesem Fall würde dem Prüfer womöglich der 404-Fehler angezeigt werden.

Daher bezieht sich dieser Ratgeber an dieser Stelle auch auf die greifbarere Literatur. Sollte aus dem Internet zitiert werden, so sollte dies nur von wissenschaftlich fundierten Seiten geschehen (Nein, Wikipedia gehört nicht dazu!). Der Name und Vorname, der Titel und das Abfragedatum der Homepage müssen in den Fußnoten und im Literaturverzeichnisangegeben angegeben werden.


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