Leitfaden für akademische Arbeiten

Themenfindung und Vorbereitung

Das Schreiben einer akademischen Arbeit sollte dir so wenig Kopfzerbrechen wie möglich bereiten – wir hoffen, unser Ratgeber hilft dir dabei!

Wissenschaftliches Exposé

Wenn du eine Abschlussarbeit schreibst, musst du häufig zunächst ein Exposé einreichen. Der Betreuer erhält damit eine Übersicht über die Thematik und Aspekte, welche behandelt werden sollen. Und du als Verfasser bekommst einen ersten Eindruck, was dich während deiner Ausarbeitung erwartet.

Das Exposé als erster Arbeitsschritt

Ein Exposé erfüllt für dich und den Betreuer gleichermaßen einen Zweck. Du musst dich ausführlich mit deiner Arbeit auseinandersetzen, bekommst einen ersten Eindruck von der notwendigen Recherche und kannst dein gewähltes Thema näher ausformulieren. Gleichzeitig dient das Exposé als Leitfaden beim Prüfer. Mit diesem Dokument bewirbst du dich sozusagen. Der Prüfer kann anschließend entscheiden, ob das Thema so angenommen wird. Häufig kommen auch Änderungsvorschläge, die du noch in dein Exposé einfügen musst.

Für den Prüfer ist das Exposé wie eine Landkarte. Er erkennt, worauf der Student hinauswill und überprüft, ob dafür der richtige Kurs eingeschlagen wurde. Ist dies nicht der Fall, kann er korrigierend eingreifen. Dies ist ihm bei der eigentlichen Arbeit nicht mehr gestattet.

Wie sollte die Gliederung eines Exposés aufgebaut sein?

Die Länge des Exposés ist von der Art der wissenschaftlichen Arbeit abhängig. Zwei Seiten sind bei einer gewöhnlichen Hausarbeit üblich. Für die Abschlussarbeit ist eine Länge von mindestens fünf und maximal 20 Seiten üblich. Nachfolgend eine Übersicht, über die einzelnen Aspekte, welche bei den jeweiligen Arbeiten im Exposé berücksichtigt werden müssen.

  Hausarbeit Abschlussarbeit
Titel und Fragestellung X X
Ziel der Ausarbeitung X X
Inhaltlicher Aufbau X X
Recherchierte Quellen X X
Stand der aktuellen Forschung   X
Eigenes Interesse an der Arbeit   X
Hypothesen und Theorien   X
Der Methodische Ansatz   X
Gliederung   X
Detaillierter Zeitplan zur Ausarbeitung   X

Die Gliederung ist, trotz Einarbeitung in das Exposé, nur ein vorläufiger Erkenntnisstand. Der Prüfer weiß, dass sich diese noch ändern kann. Wichtig ist dabei jedoch, dass die grundlegende Struktur, die dein Exposé vorgibt, erhalten bleibt.

Die W-Fragen eines Exposés beachten

In journalistischen Texten ist es wichtig, die W-Fragen zu beantworten. Diese Regel lässt sich aber auch auf akademische Arbeiten anwenden. Dein Exposé muss die W-Fragen genauso behandeln. Du solltest erläutern, WAS untersucht werden soll, WIE du dabei vorgehen möchtest und WARUM diese Untersuchung überhaupt durchgeführt wird. Ohne diese Angaben fehlt die notwendige Struktur. Bestenfalls wird in deinem Exposé eine Lücke in der Forschung erfasst, beschrieben und erläutert, wie diese gefüllt werden kann.

Wie du dich durch dein Exposé auf deine Arbeit vorbereitest

Das Exposé sollte nicht als lästige Arbeit verstanden werden, die erfüllt werden muss. Es ist ein erster Schritt auf deinem Weg zur großen Ausarbeitung. Oftmals wird der notwendige Aufwand für eine Arbeit mit 100 oder mehr Seiten unterschätzt. Durch das Exposé erhältst du einen hilfreichen Einblick in die Informationsfülle, deine Aufgaben und die Erwartungen seines Prüfers.

Gleichzeitig kann durch das Exposé eine Vorarbeit stattfinden. Es werden Quellen gesammelt, wichtige Informationen gefiltert und es entsteht ein erster Eindruck, wie die Ausarbeitung verlaufen wird. Diese Aspekte werden behandelt, bevor die eigentliche Prüfungszeit läuft. Auch hier sollte das Korrekturlesen nicht vernachlässigt werden.

Schritt für Schritt zum perfekten Exposé!

Das Exposé schließt eine ganz bedeutsame Phase der Ausarbeitung ab. Dabei handelt es sich um die Planungs- und Orientierungsphase. Bevor du mit dem eigentlichen Projekt beginnst, steht das Exposé. Durch das Exposé werden die bevorstehenden Aufgaben viel greifbarer. Zudem wird das Exposé auch vom Prüfer begutachtet. Er kann dir auf dieser Grundlage Tipps oder Ratschläge geben. Vielleicht gibt es Punkte, an denen nochmal nachgearbeitet werden sollte. Oder bestimmte Unterpunkte in der Gliederung tragen keinen wesentlichen Aspekt zum Hauptthema bei.

Vielleicht können solche Unstimmigkeiten aber von Beginn an vermieden werden, wenn du die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung befolgst.

  1. Thema wählen – Das Thema ist die Grundlage des Exposés. Es sollte folglich feststehen, bevor du mit der Ausarbeitung anfängst. Ein grobes Thema ist für eine fundierte wissenschaftliche Arbeit meist zu unscharf. Einfach „Mobbing“ zu wählen, wäre zu umfassend.
  2. Thema schärfen – Konzentrierst du dich auf einen Teilbereich, so kann das Thema eingegrenzt werden. Es sollte dir auch leichter fallen, die Gliederung zu erstellen. Der rote Faden ergibt sich praktisch aus dem Thema. „Mobbing im Schulalltag in der Altersklasse 12 bis 16 Jahre“ wäre eine konkrete Eingrenzung. Hierbei müssten Besonderheiten dieser Altersklasse ebenso behandelt werden, wie das Thema Mobbing an sich. Es bleibt jedoch auf die Faktoren Schule und Alter bezogen.
  3. Fragestellung – Die Fragestellung ist Bestandteil des Exposés. Bleiben wir hierzu beim bekannten Beispiel. Dabei formulieren wir die möglichen Fragen zunächst so einfach wie möglich. „Welche Ursachen liegen dem Mobbing im Schulalltag zugrunde?“, „Warum sind die Altersstufen 12 bis 16 Jahre besonders von Mobbing betroffen?“ oder „Wie kann das Mobbing in dieser prekären Phase der Entwicklung verhindert werden?“
  4. Vermutungen – Vor der eigentlichen Arbeit können natürlich noch keine Ergebnisse vorliegen. Aber Vermutungen sollten Bestandteil des Exposés sein. Diese helfen auch als Zwischenschritte bei der Überprüfung und Zeitplanung.

Wichtig ist zudem, dass das Exposé immer nur eine vorläufige Skizze darstellt. Änderungen in der Formulierung der Frage, bei der Gliederung oder der Einleitungen sind eher die Regel, als die Ausnahme.

Durch die schriftliche Formulierung der Fragestellung und der Struktur der Arbeit erkennt man Probleme und Schwachstellen und kann diese durch Überarbeitung und weitere Recherche verbessern.

Thema

Das Thema solltest du an dieser Stelle des Exposés klar definieren und alle untergliederten Themenbereiche beleuchten. Die Themenfindung ist ein sehr schwieriger, wenn nicht sogar der schwierigste Teil einer Arbeit. Das Thema sollte nicht zu groß sein, aber trotzdem genügend Inhalt für eine Forschungsarbeit bieten. Mehr Tipps zur Themenwahl findest du unter diesem Link.

Ziel

Was ist das Ziel deiner Arbeit? Was möchtest du damit erreichen? Diese Frage solltest du dir relativ früh stellen, um so all deine Recherchearbeit danach auszurichten. Bestenfalls formulierst du eine Forschungsfrage, die der zentrale Punkt deiner Arbeit darstellt.

Literatur

Eine umfassende Recherche ist für den Erfolg deiner akademischen Arbeit unerlässlich. Welchen Forschungsstand gibt es bereits in deinem Themenbereich? Wie lange wird bereits darüber recherchiert? Welche Theorien gibt es, die für deine Arbeit relevant sein könnten? Diese Fragen sollten beantwortet werden, wobei es auch sinnvoll ist eine Literaturliste mitzuliefern.

Methodik

Welche Methoden du wählst, hängt vollkommen von deiner Forschungsfrage ab. Mach dir darüber Gedanken, ob deine Wahl wirklich Sinn ergibt und nachvollziehbar ist. Deine Begründungen und Gedankengänge solltest du dazuschreiben. Außerdem solltest du darauf achten, dass deine Methoden im zeitlich vorgegebenen Rahmen umsetzbar sind. Hast du bereits einen Interviewleitfaden oder einen Fragebogen erarbeitet, füge sie dem Exposé bei. So bekommst du auch dazu direktes Feedback und hast alle bisherigen Informationen an einem Ort gesammelt.

Gliederung

Der letzte Teil deines Exposés sollte eine Gliederung sein, die auf deiner Fragestellung basiert. In der Gliederung solltest du Kapitel und Unterkapitel nennen und deren groben Inhalt darstellen. Es ist außerdem sinnvoll, hier bereits Seitenzahlen anzugeben, da so die Wichtigkeit der einzelnen Kapitel ersichtlich wird.

Tipp: Nimm nach dem Schreiben des Exposés erst einmal ein paar Tage Abstand zum Thema und schau dir das Exposé danach noch einmal gründlich an. Es sollte dir jetzt leichter fallen, Unstimmigkeiten und Probleme zu erkennen und zu überarbeiten.

Weitere Informationen und Tipps zum Thema findest du bei Werner Stangl.


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