Erasmus-Finanzierung: Wie finanziere ich meinen Auslandsaufenthalt?


Ein Auslandsaufenthalt verursacht Kosten: du musst die Reisekosten bezahlen, deine Unterkunft, deine Auslandsversicherungen (wichtig!), eventuell unternimmst du mehr Freizeitaktivitäten als zuhause und bereist auch das Land, in dem du deine Zeit verbringst. Allerdings gibt es auch einige Möglichkeiten, deinen Auslandsaufenthalt zu Auslands-BAföGfinanzieren. Einige davon wollen wir dir im heutigen Artikel zu Erasmus-Finanzierung mit an die Hand geben.

Die Höhe der Kosten eines Auslandssemesters variiert und ist immer auch abhängig vom Zielland. In Schweden ist das Leben im allgemeinen teurer als zum Beispiel in Polen. Allerdings wird daran auch die Höhe deines Erasmus-Stipendiums angepasst. Das heißt dein monatlicher Betrag wäre in Schweden dementsprechend auch höher als in Spanien. Wir sind bereits in einem anderen Artikel näher auf die Vergütung von Erasmus-Aufenthalten eingegangen, falls du mehr dazu lesen möchtest.

Im Folgenden möchten wir dir einige Möglichkeiten nennen, wie du deinen Auslandsaufenthalt neben dem Erasmusstipendium finanzieren kannst. Da dieses ein Teilstipendium ist, musst du das Geld zwar nicht zurückzahlen, allerdings wird es wahrscheinlich auch nur einen Teil deiner Kosten im Ausland decken.

Stipendium

Neben Erasmusplus gibt es noch einige andere Stipendien wie zum Beispiel wie zum Beispiel das Deutschlandstipendium oder PROMOS vom DAAD. Allerdings werden von Erasmusplus die meisten Stipendien vergeben, deswegen ist es auch einfacher diese Förderung zu erhalten. Du kannst auch Stipendien kombinieren, allerdings nicht alle! Das Deutschlandstipendium ist beispielsweise mit Erasmusplus kombinierbar.

Auslands-BAföG

Wenn du in Deutschland BAföG erhältst, bekommst du in der Regel trotz eines Erasmus-Stipendiums auch Auslands-BAföG. Achtung! – dieses muss separat beantragt werden. Du bekommst Auslands-BAföG nicht automatisch, wenn du BAföG-berechtigt bist. Aber auch wenn du in Deutschland kein BAföG erhältst, kann es sein, dass du Auslands-BAföG bekommst. Um das rauszufinden, gibt es im Internet einen BAföG-Rechner. Besser ist aber, du gehst mal zum BAföG-Amt an deiner Uni und fragst nach.

Wohngeld

Wenn du keinen Anspruch auf BAföG hast, kannst du Wohngeld beantragen. Auch hierfür gibt es einige Kriterien, die du erfüllen musst. Diese kannst du hier nachsehen. Das Antragsformular bekommst du online oder bei der Wohngeldstelle deiner Stadt oder Gemeinde.

Kindergeld

Wenn du noch kindergeldberechtigt bist, bekommst du das weiterhin. Auch wenn du ein Auslandspraktikum machst!

Sparen

Eine offensichtliche Möglichkeit, dich im Ausland zu finanzieren, ist vorher zu sparen. Wenn du einen Nebenjob hast, kannst du dir monatlich etwas beiseitelegen. Wenn dir das schwerfällt, gibt es coole Hilfen wie zum Beispiel Moneyou. Dort kannst du verschiedene Tagesgeldkonten eröffnen und sie mit deinem Sparziel benennen – in deinem Fall zum Beispiel „Auslandssemester“. Dann kannst du angeben, wie viel Geld monatlich automatisch von deinem Girokonto auf diese Tagesgeldkonten eingezahlt werden soll. So passiert das ganze ganz automatisch und du musst nicht aktiv Geld beiseitelegen. Dazu gibt es sogar eine App, in der du schauen kannst, wie nah du deinem Sparziel schon gekommen bist.

Neben einem Nebenjob gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, Geld für deinen Auslandsaufenthalt zusammenzukriegen. Du könntest zum Beispiel einen Flohmarkt machen und Kleidung, die du nicht mehr trägst, verkaufen. So sortierst du auch mal wieder deinen Kleiderschrank aus – also zwei Fliegen mit einer Klappe! Wenn gerade kein Flohmarkt in deiner Gegend stattfindet, gibt es im Internet auch zahlreiche Möglichkeiten wie Kleiderkreisel, Ebay-Kleinanzeigen oder Shpock.

Eine weitere Idee ist es, dir zum Geburtstag oder zu Weihnachten einfach Taschengeld für dein Auslandssemester zu wünschen – das du dann aber direkt in dein Sparschwein stecken musst 😉

Nebenjobs im Ausland

Wenn du ein vergütetes Auslandspraktikum machst, hast du natürlich den Vorteil, dass du zusätzlich zu deinem Erasmusgeld auch noch ein monatliches Einkommen hast.

Abseits davon kannst du natürlich auch versuchen, dir im Ausland einen Nebenjob zu suchen. Meistens gibt es in den Städten, in denen Erasmusstudenten studieren, auch Jobs für genau diese Zielgruppe. Du kannst zum Beispiel in einem Hostel oder als Kellner arbeiten. In diesen Jobs ist es oft von Vorteil, wenn du eine andere Sprache als die Landessprache fließend beherrschst. Trotzdem schadet es nicht, wenn du dich in der Landessprache verständigen kannst – aber im Zweifel kommst du vor allem in Hostels wahrscheinlich auch mit Englisch weiter. Bei diesen Jobs kannst du nicht nur ein bisschen zusätzliches Geld verdienen, du lernst auch Einheimische kennen und kannst so direkt deine Sprachkenntnisse ein bisschen erweitern.

Eine weitere Option sind Agenturen, die Events für Erasmusstudierende anbieten. Auch diese sind oft dankbar für Mitarbeiter, die eine Fremdsprache beherrschen.

Auch für Stadtführungen werden oft Erasmusstudierende angestellt, da sie eine andere Sprache als die Landessprache fließend beherrschen und so Stadtführungen in der jeweiligen Muttersprache angeboten werden können. Die Einarbeitungsphase ist hier vielleicht etwas intensiver als bei einem Kellner- oder Hosteljob, aber du lernst auch die Stadt, in der du deinen Auslandsaufenthalt super kennen. Diese Stadtführungen werden oft auf Spendenbasis vergütet – das kann für dich gut oder schlecht sein – je nachdem wie du dich anstellst 😉

Das waren jetzt einige Beispiele für Jobs, die du im Ausland machen könntest. Hier können aber auch Erfahrungsberichte von ehemaligen Erasmusstudierenden hilfreich sein, falls diese auch vor Ort gearbeitet haben.

Falls du noch weitere Ideen hast, wie man sich seinen Auslandsaufenthalt finanzieren kann, schreib uns gerne einen Kommentar dazu!

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Bildquellen

  • Auslands-BAföG: Fotolia: dessauer

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