Unterschiede beim Studium: Universität vs. Fachhochschule


Universität oder Fachhochschule? Mit dem Fachabitur oder der allgemeinen Hochschulreife stellt sich für junge Menschen häufig genau diese Frage. Das Diplom wurde inzwischen sowohl an Uni als auch an der FH größtenteils vom Bachelor und Master abgelöst. Aber trotzdem gibt es große Unterschiede.

Studieren an einer Universität

Universitäten vermitteln dir vertieftes Wissen in praktisch allen Fachrichtungen. Du kannst dich zum Zahnarzt, zum Richter und auch zum Manager ausbilden lassen. Einige Berufe erfordern sogar zwingend ein Studium an der Universität.

Hier stellst du dir als Student deinen Stundenplan selber zusammen. Diese Art der flexiblen Gestaltung ermöglicht die gewünschte Ausrichtung innerhalb der Ausbildung. Zudem wird bereits hier das eigenständige Arbeiten gefördert. Du als Student musst dich informieren, welche Aspekte dem eigenen Wunsch nach der zukünftigen Arbeit am nächsten kommen.

Möchtest du später promovieren oder habilitieren? In diesem Fall ist eine Universität zu besuchen. Weiterhin ist die Uni theorielastiger. Es fehlt häufig am Praxisbezug. Diesen hast du eigenständig, während der Semesterferien, während der Praktika zu erlangen. Technische Berufe werden aber auch an der Universität mit einem großen Praxisbezug unterrichtet.

Die Hörsäle sind zumeist größer. Wer lieber in kleinen Gruppen lernt, der ist bei der Fachhochschule besser aufgehoben. Durch die Umstellung von Diplom auf Bachelor und Master hat auch eine Angleichung der Gehälter stattgefunden. Oftmals verdient ein Akademiker von der Universität damit das Gleiche, wie nach der Ausbildung an der Fachhochschule.

Studieren an einer Fachhochschule

FachhochschuleDie Fachhochschule, daher kommt auch der Name, wurde mit starkem Praxisbezug gegründet. Sie sollte sich von der Universität abheben, welche sich stark auf die Theorie fixiert. Spätestens mit der Einführung von Bachelor und Master haben sich die Unis im Praxisbezug mehr an die FHs angeglichen. Mit der Gründung der Fachhochschulen 1960 wurden zunächst technische Fächer unterrichtet. Erst später kamen Sozial- und Wirtschaftswissenschaften hinzu.

An einer Fachhochschule ist das Studienprogramm straffer vorgegeben. Der Student muss ein gewisses Pensum erfüllen. Praktika während der Semesterferien sind verpflichtend. Je nach Anzahl bleibt dir jedoch offen, wann bestimmte Kurse belegt und Praktika absolviert werden. Ganze Praxissemester sind für dein Studium an der FH ebenfalls typisch.

Die Teilnahmevoraussetzung an einer Fachhochschule kann entweder über die allgemeine Hochschulreife oder das Fachabitur erreicht werden.

Alternative Wege zu Studieren

Die Berufsakademie wird in sechs Semestern absolviert. Es handelt sich um eine Bildungsstätte, welche Theorie vermittelt. Sie ist für junge Personen gedacht, welche einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorweisen können. Der praktische Bezug wird somit von der Firma übernommen.

Phasen der Theorie und Praxis wechseln im dreimonatigen Interwall. Die Berufsakademie hat gegenüber der Fachhochschule und Universität den Vorteil, dass bereits nach Abschluss eine mehrjährige Berufserfahrung in der erlernten Branche angegeben werden kann.

Der Bildungsweg über die Berufsakademie ist weniger bekannt und leider auch weniger akzeptiert. Wenngleich dies vom Einzelfall abhängig ist, werden Akademiker mit Fachhochschul- oder Universitäts-Abschluss eher für Führungspositionen berücksichtigt.

Inzwischen ist weiterhin auch das Studieren ohne Abitur möglich, sofern eine abgeschlossene Berufsausbildung existiert und eine mehrjährige Erfahrung im Job nachgewiesen werden kann. Weiterhin kann mit einer beruflichen Förderung auf Umwegen die Hochschulzugangsberechtigung erworben werden. Die Fachhochschule oder Universität ist somit auch über „Umwege“ zu erreichen.

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