Statistische Erhebungen in der wissenschaftlichen Arbeit!


Selbst wenn deine wissenschaftliche Arbeit zum großen Teil aus Text besteht – Statistiken können das Salz in der Suppe sein. Mit geeigneten Statistiken kannst du Fakten untermauern, Thesen ableiten und deine Ansätze belegen. Dabei kannst du auf  Erhebungen von Dritten zurückgreifen. Bei speziellen Fragestellungen musst du aber oft deine Statistiken selbst schaffen.

Statistiken Dritter vs. eigene Datensammlung

Natürlich haben beide Varianten ihren Nutzen. Auf Fremdstatistiken zurückzugreifen erspart Arbeit. Zudem ist es unsinnig etwas eigenständig zu überprüfen, was schon mehrfach anhand von Daten belegt wurde. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Statistiken, die genutzt werden können.

  1. Eigene EmpirieStatistikenInsbesondere wenn keine zuverlässigen Daten vorhanden sind, sollten diese selber beschafft werden. Anhand der eigenen Untersuchung erhält die wissenschaftliche Arbeit auch etwas einmaliges, was nur bei dir zu bekommen ist. Dieser Vorteil wiegt die Mühe häufig auf.
  2. Sekundärstatistiken – Dritte haben bereits Statistiken erstellt, welche für deine Ausarbeitung genutzt werden kann? Dann solltest du nicht zögern diese auch zu nutzen. Hierbei darf jedoch der Verweis zur Ursprungsquelle nicht fehlen.
  3. Tertiärstatistiken – Anhand unterschiedlicher Daten oder durch Ermittlung von Statistiken über einen größeren Zeitraum stehen nur komprimierte Daten, sogenannte Mittelwerte, zur Verfügung. Diese besitzen ebenfalls eine wissenschaftliche Relevanz und können genutzt werden.

Die einzelnen Arten von Statistiken sollen anhand von Beispielen zum besseren Verständnis vorgezeigt werden.

  • Beispiel: Eigene Empirie – In einer Fußgängerzone könnten 1.000 Personen zur kommenden Bundestagswahl befragt werden. Es würde ein regionales Ergebnis herauskommen.
  • Beispiel: Sekundärstatistik – Im Vorlauf einer Wahl werden bereits solche Daten zur Bundestagswahl erhoben, welche das Wahlergebnis prognostizieren sollen.
  • Beispiel: Tertiärstatistik – Durch Zusammenfassung unterschiedlicher Hochrechnungen wird ein Mittelwert erstellt, welcher für die Statistik der eigenen Ausarbeitung genutzt werden kann.

Wie können eigene Statistiken und Erhebungen aussehen?

Im Zuge der eigenen wissenschaftlichen Ausarbeitungen steht nur eine begrenzte Zeitspanne zur Verfügung. Eine Erhebung oder das Anfertigen einer eigenen Statistik nimmt etwas dieser Zeit in Anspruch, kann sich in der anschließenden Notengebung aber auch auszahlen. Welche Wege zu eigenen Statistiken stehen dir offen?

  • Mündliche Befragung – Zu einem allgemeingültigen Thema kann eine Befragung in der Fußgängerzone durchgeführt werden. Konkret könnten aber auch Protestanten befragt werden, welche Bedenken sie gegen z.B. den Bau eines Staudamms haben.
  • Telefonische Befragung – Ähnliche Befragungen können auch telefonisch durchgeführt werden. Hier ist es besonders wichtig nicht zu viel Zeit der Befragten in Anspruch zu nehmen oder gleich vorab zu klären, ob die Person beispielsweise 10 Minuten Zeit hat.
  • Postalische Befragung – Hier muss mit einer längeren Rücklaufzeit gerechnet werden. Aber wenn beispielsweise 100 Unternehmen angeschrieben werden und um Stellungnahme gebeten werden, ist diese Methode häufig zuverlässiger, als ein Anruf und wesentlich zeitsparender als eine mündliche Befragung. Es kann jedoch bei 100 Anschriften nicht mit einem ebenso hohen Rücklauf gerechnet werden.
  • Online Befragung – Einfach, schnell und unkompliziert. So könnten die Online-Umfragen beschrieben werden. Es können sehr viele Leute erreicht werden. In Foren kann für die Umfrage geworben werden. Diese Art der Umfrage ist jedoch nur eingeschränkt möglich, wenn beispielsweise nur Männer befragt werden sollen. Dies würde sich nicht nachprüfen lassen.

Für die Gestaltung der Abschlussarbeit kann es lohnende sein, die Statistiken in Form einer Grafik aufzubereiten.

Wie zuverlässige können Daten für Statistiken ermittelt werden?

Egal auf welche Art und Weise du deine Befragung durchführst, es liegt immer eine Art von Fragebogen zugrunde. Dieser muss vorher ausgearbeitet werden und ist gewissermaßen der Schlüssel zu den Daten der Statistiken. Aber wie werden die Fragen gestellt?

Frageart Beispiel Antwortmöglichkeiten
Ja-/Nein-Fragen Sollten Fußballspiele der 1. Bundesliga am Montag stattfinden? Ja/Nein
Richtig-/Falsch-Fragen Im Radio hat die Anzahl der Werbung im vergangenen Jahr zugenommen Richtig/Falsch
Verhaltensfragen Ziehen Sie es mit Volljährigkeit in Betracht aus der Kirche auszutreten? Ja/Nein
Eigenschaftenfragen Wie viel Taschengeld bekommst du im Monat? Mehrere Spannweiten angeben
Zuordnungsfragen Welche Utensilien benutzt welcher Beruf? Aufführung von Utensilien und Zuordnung der Berufe anhand von Buchstaben

Natürlich kann bei einer schriftlichen oder Online-Befragung auch nach Vor- und Nachteilen gefragt werden. Selbst kleine Ausführungen mit Begründung sind möglich. Hierbei sollte der Platz jedoch immer so begrenzt sein, dass die Befragten sich möglichst kurz fassen.

Grundsätzlich lässt sich das Frageschema auf drei Arten von Fragen beschränken:

  • Offene Fragen – Hierbei ist der Befragte in seiner Antwort sehr frei. „Wie kann Ihrer Meinung nach die Zufriedenheit im Job verbessert werden?“ Hier muss keine Antwortmöglichkeit vorgegeben werden. Du hast hier keine Möglichkeit den Befragten zu lenken.
  • Halboffene Fragen – „Wie heißt die Hauptstadt von Belgien?“ Ist hier keine Antwortmöglichkeit vorgegeben, so handelt es sich um eine halboffene Frage. Diese Statistik könnte in der Auswertung etwa ergeben, dass 60 Prozent der Befragten Brüssel als Hauptstadt von Belgien benennen konnten.
  • Geschlossene Fragen – Bei den geschlossenen Fragen werden die Antwortmöglichkeiten vorgegeben. „Sind Sie dafür, dass sich Arbeitnehmer selber krankschreiben dürfen?“ Diese Frage wäre nur mit Ja oder Nein zu beantworten.

Grundsätzlich sollten auch die Eigenheiten der Befragten in die Statistiken mit einbezogen werden. Das Geschlecht, das Alter oder der Verdienst können genannt werden, um Statistiken zu konkretisieren.

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  • Statistiken: Fotolia: popyconcept

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